Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit Oberstufe als UNESCO-Projektschule und in ihrer Tradition als ehemalige integrierte Gesamtschule

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Inhalt
Leitideen unserer pädagogischen Arbeit
Leitideen der unterrichtlichen Gestaltung
Formale Strukturen unserer unterrichtlichen Gestaltung
Schwerpunkte und Besonderheiten:
Ganztag, Berufswahl und Berufsvorbereitung, UNESCO-Projektschule, Stadtteilschule
Schulentwicklung
Schlusswort

Als ehemalige integrierte Gesamtschule sehen wir unsere Aufgabe nach wie vor in der Integration und Förderung aller Fähigkeiten und Neigungen unserer Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel des eigenverantwortlichen Lernens und Handelns im Bewusstsein der sozialen Einbindung und persönlichen Verantwortung.
Als einzige UNESCO-Projektschule in Kiel fühlen wir uns in besonderem Maße den Zielen und Forderungen dieser weltumspannenden Unterorganisation der UN verpflichtet, der Friedenserziehung, der Gewaltfreiheit, der Erhaltung der Umwelt und der internationalen Solidarität.

Daraus ergeben sich die Leitideen unserer pädagogischen Arbeit:
die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im Lernen und Handeln im Hinblick auf das spätere Berufsleben fördern, Chancengleichheit durch individuelle Förderung und Forderung bezogen auf alle Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln und so die Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich fördern,
das Demokratie-Bewusstsein und die soziale Verantwortung durch die Ermutigung zur Mitbestimmung und Mitgestaltung stärken,
durch die Erziehung im Sinne der Menschenrechte und der Friedenserziehung die Toleranz gegenüber dem Anderen und dem Anderssein fördern und die Prävention von Gewalt erreichen,
zum bewussten Umgang mit der Umwelt erziehen sowie zum bewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit anleiten. Diese pädagogischen Leitideen setzen wir um in unseren Leitideen der unterrichtlichen Gestaltung:
Bei uns lernen Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse unabhängig von ihrer Übergangsempfehlung und unabhängig von ihrem späteren Schulabschluss gemeinsam in einer Klasse. Gerade in dieser Gemeinschaft erleben die Kinder, dass jeder Einzelne von ihnen bestimmte Schwächen hat, vor allem aber, dass jeder Einzelne über bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, die nicht nur ihn selbst, sondern die Gruppe als Ganzes weiterbringen. Durch individuelle und gemeinsame Erfolgserlebnisse lernen die Schülerinnen und Schüler so das Anderssein der Anderen anzuerkennen, zu würdigen und zu nutzen und auch, Verantwortung für ihre Gemeinschaft zu übernehmen.
Dieses gegenseitige Helfen und die Arbeit im Team fördern wir durch den vielfältigen Einsatz offener Unterrichtsmethoden. Begonnen mit der Partner- oder Gruppenarbeit bis hin zur Projektarbeit oder der Arbeit mit Kompetenzrastern lernen die Schülerinnen und Schüler, sich zunehmend selbständig und eigenverantwortlich neue, ihrem individuellen Leistungsstand entsprechende Inhalte zu erschließen. Unterstützt durch Lehrkräfte, die vor allem moderierend und beratend in eigenen Lernprozessen zur Seite stehen, sowie durch eine transparente Leistungsbewertung ist es den Kindern und Jugendlichen so zunehmend möglich, ihre eigenen Fähigkeiten selbst einzuschätzen, diese für sich und andere zu nutzen, sich zunehmend eigene Ziele zu setzen und diese selbständig zu erreichen.
Gerade die offenen Unterrichtsmethoden ermöglichen das individuelle Fördern und Fordern. Sowohl durch Lernangebote auf unterschiedlichen Leistungsniveaus als auch durch die Ansprache sämtlicher Kompetenzen und kognitiver sowie manueller Fähigkeiten kann jeder Schüler in seiner Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung individuell unterstützt werden und neben Herausforderung auch Erfolgserlebnisse vermittelt bekommen. Ein besonderes Gewicht sprechen wir der Methodenkompetenz zu, um die Grundlagen für ein selbständiges und eigenverantwortliches Lernen und Handeln auch nach der Schulzeit zu schaffen. Über diese Binnendifferenzierung im Unterricht hinaus gibt es für Schülerinnen und Schüler, die in einem bestimmten Bereich einer besonderen Förderung bedürfen, vielfältige weitere Unterstützungsangebote, wie ein gezieltes LRS-Training, Förderstunden in Einzelbetreuung oder die Hausaufgabenbetreuung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Da uns bewusst ist, dass Lernen allein in der Schule nicht ausreichend sein kann, öffnen wir unsere Schule in vielfältiger Weise nach außen. So lernen die Jugendlichen zum einen zahlreiche außerschulische Lernorte kennen, indem sie etwa mehrere Praktika in Betrieben absolvieren oder Projekte mit anderen Schulen und sogar mit anderen Ländern gestalten. Zum anderen arbeiten wir innerhalb der Schule in vielen Bereichen mit Experten von außen zusammen, sei es bei der Berufsvorbereitung mit unseren Kooperationspartnern, der Siemens AG, der Volksbank, der Gießerei Kiel, Vossloh Locomotives, der Technischen Akademie Nord, oder im Rahmen des Projektes Gesunde Schule mit der Techniker Krankenkasse oder im Zuge der vielfältigen Ganztagsangebote, um den Schülerinnen und Schülern so ein noch breiteres Angebot für die Stärkung ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten bieten zu können.
Zudem stärken wir so auch über unterrichtliche Inhalte hinaus weitere Schwerpunkte, wie das Sportangebot durch die Kooperation mit der SV Friedrichsort sowie dem Landessportverband Schleswig-Holstein im Zuge des Projektes "Sport gegen Gewalt" oder die Gewaltprävention durch Programme in Zusammenarbeit mit der Polizei im Stadtteil und anderen Organisationen, wie z.B. dem Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (IKM). Nicht zuletzt über diese Offenheit nach außen halten wir unseren Schülerinnen und Schülern immer bewusst, dass Schule nicht einem Selbstzweck dient, sondern sie darauf vorbereiten soll, nach der Schule als eigenständige Persönlichkeiten in dieser offenen Gemeinschaft eigenverantwortlich und im Bewusstsein ihrer Eingebundenheit handeln und mit gestalten zu können.

Formale Strukturen unserer unterrichtlichen Gestaltung
Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe ist eine weiterführende Schule nach dem 4. Grundschuljahr. Hier gehen Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Übergangsempfehlung gemeinsam zur Schule. Bei uns können sie je nach ihrer individuellen Leistungsfähigkeit alle Schulabschlüsse erreichen, den Hauptschulabschluss am Ende des 9., den Mittleren Schulabschluss am Ende des 10., die Fachhochschulreife am Ende des 12. sowie das Abitur am Ende des 13. Schuljahres. Am Ende der Klassenstufen 5 bis 8 steigen die Schülerinnen und Schüler ohne förmlichen Versetzungsbeschluss in die nächste Klassenstufe auf. Die Wiederholung eines Jahrgangs ist jedoch in Ausnahmefällen möglich. Neben den bekannten Schulfächern werden zum einen Biologie, Chemie und Physik von Klasse 5 bis 7 integriert als Naturwissenschaften (Nawi) und zum anderen Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde durchgehend integriert als Weltkunde unterrichtet.
Im 5. und 6. Jahrgang werden alle Fächer im Klassenverband unterrichtet. Dabei legen wir Wert darauf, dass zunächst eine möglichst geringe Zahl von Lehrkräften innerhalb einer Klasse unterrichtet, um das "Einleben" zu erleichtern. Eine (Binnen-)Differenzierung nach Leistungsvermögen und Neigungen findet innerhalb des Klassenverbandes statt. Nach der 6. Klasse setzt in einigen Fächern ein (äußerlich) differenzierter Unterricht im Kurssystem ein, wobei die Klassengemeinschaft in den anderen Fächern von der 5. bis zur 9. Klasse bewusst erhalten bleibt, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Eine Differenzierung nach der individuellen Leistung in A-Kurse (mit Grundanforderung), in B-Kurse (mit erweiterten Anforderungen) und in C-Kurse (mit höheren Anforderungen) erfolgt in Englisch und Mathematik schrittweise ab der 7. Klasse sowie in Deutsch ab der 8. Klasse. Die Durchlässigkeit zwischen den Kursen ist dabei gewährleistet; wenn es der Leistungsstand zulässt, ist ein Kurswechsel zu jedem neuen Halbjahr möglich. Eine Differenzierung aufgrund individueller Neigungen erfolgt in den Wahlpflichtbereichen I und II. Die Schülerinnen und Schüler wählen ab der 7. Klasse je ein Fach aus dem Wahlpflichtbereich I (Französisch, Gestalten, Technik, Wirtschaftslehre) und ab der 9. Klasse aus dem Wahlpflichtbereich II (mit variierendem Angebot, z.B. Musik, Verbraucherbildung mit dem Schwerpunkt Ernährungslehre, Kunst oder Textillehre). In der Wahl ihrer Neigungsfächer werden sie sowohl von ihren Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern und weiteren Fachlehrkräften als auch von Beratungslehrerinnen oder -lehrern unterstützt.
Wie an jeder Schule gibt es an der Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe nach jedem Halbjahr eine Leistungsrückmeldung. In Klasse 5 und 6 erhalten die Schülerinnen und Schüler statt reiner Notenzeugnisse für jedes Fach ein "+" (Anforderungen voll erfüllt), ein "O", (Anforderungen teilweise erfüllt) oder ein "–" (Anforderungen noch nicht erfüllt). Daneben werden das allgemeine Lernverhalten und Sozialverhalten per Ankreuzverfahren beurteilt. Ab Klasse 7 gibt es Notenzeugnisse mit den so genannten Ü-Noten, die sich nach der Noten-Übertragungsskala (Ü-Skala) richten. Diese ermöglicht, dass sich alle Noten aus einem Kursniveau auf jedes der drei Abschlussniveaus umrechnen lassen.
Zudem werden besondere, über den Unterricht hinausgehende Leistungen, wie die Mitarbeit im Sanitätsdienst, in der SV oder im Ganztagsbereich zertifiziert.
Ebenfalls ab Klasse 7 enthält jedes Zeugnis eine Prognose zur möglichen Schullaufbahn bzw. zu dem nach dem jeweils aktuellen Stand der Leistungen erreichbaren Schulabschluss. Ab der 9. Klasse werden die Zeugnisse dann nicht mehr in Form von Ü-Noten, sondern auf der Basis der erteilten Prognose erstellt.
Fest in unseren Stundenplänen verankert sind die so genannten Verfügungsstunden, mit denen von der 5. bis zur 10. Klasse einmal in der Woche zusätzliche Zeit für alle Klassenbelange gegeben ist. In diesen Stunden, die nach und nach von den Schülerinnen und Schülern selbst geplant und moderiert werden, wird alles behandelt, was über den "normalen" Unterrichtsalltag hinausgeht: So lernen sie hier z.B. selbständig Konflikte mit Mitschülern anzusprechen und zu lösen, ebenso werden gemeinsame Aktivitäten wie etwa die Klassenfahrten organisiert, oder es wird einfach mal eine Stunde lang nur gespielt. In den Verfügungsstunden lernen und erleben die Jugendlichen somit ganz unmittelbar, was Demokratie und Mitbestimmung bedeuten.
Von der 5. Klasse an begleitet zusätzlich zur Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer jeweils eine Sozialpädagogin bzw. ein Sozialpädagoge die Verfügungsstunden. Neben dem Ko-Tutor oder der Ko-Tutorin haben die Kinder somit in "ihrem Sozialpädagogen" von Anfang an einen dritten Ansprechpartner, der bei kleinen oder größeren Problemen der Klasse oder einzelner Schüler Zeit für sie hat, zuhört und weiterhilft.
In der gymnasialen Oberstufe haben wir drei Profile eingerichtet, denen bereits in der Sekundarstufe I in besonderer Weise Rechnung getragen wird. Zum einen bereiten die beiden je vierstündigen Fächer Weltkunde und Wirtschaftslehre in den Klassen 5 bis 10 bzw. 7 bis 10 die Schülerinnen und Schüler auf das profilgebende Fach WiPo vor. Zum anderen geben wir den einzelnen Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik mehr Raum, indem diese jede für sich ab der 8. Klasse zweistündig unterrichtet wird, um auch hier einen optimalen Übergang in die Oberstufe mit dem zweiten profilgebenden Fach Biologie zu ermöglichen. Und auch dem ästhetischen Bereich wird mit den Fächern Kunst, Musik und Technik bereits in der Sekundarstufe I viel Platz im Wahlpflichtbereich eingeräumt, um die Grundlagen für das dritte Profil "Ästhetik" zu legen.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich daraus, dass wir im Gegensatz zu den meisten Gymnasien im Land nach 13 Schuljahren die allgemeine Hochschulreife ermöglichen. Anders als G8-Gymnasien müssen wir so zum einen nicht die Inhalte der Fächer zusammenstreichen und können zum anderen für unsere Schülerinnen und Schüler einen größeren Freiraum für ihre persönliche Entfaltung aufrechterhalten. Die Oberstufe kann dabei nach wie vor sowohl mit dem Abitur nach 13 als auch mit dem Fachabitur als eigenständigem Abschluss nach 12 Jahren abgeschlossen werden.
Alle drei Profile stehen unter dem gemeinsamen Thema "UNESCO-Schule an der Ostsee". Damit sind sie in besonderem Maße den Zielen verpflichtet, ein Bewusstsein für das Eingebundensein in die eigene Umwelt, hier exemplarisch in den Nah-Raum Ostsee, zu vermitteln. Zugleich stärken wir darüber die Verantwortung für diese Umwelt. Dabei wird das profilgebende Fach WiPo durchgehend durch die profilergänzenden Fächer Geschichte und Erdkunde, das profilgebende Fach Biologie durchgängig von den Fächern Chemie und Physik und das profilgebende Fach Kunst von den Fächern Darstellendes Spiel und Geschichte unterstützt, um eine möglichst große Kontinuität sowohl hinsichtlich des Stoffes als auch hinsichtlich der Klassengemeinschaft zu gewährleisten.
Um das Thema nicht nur rein stofflich zu füllen, sind wir zudem dabei, Schulpartnerschaften im Ostseeraum (Dänemark und Polen) einzurichten. Neben dem fachlichen Lernen können die Jugendlichen so in den Partnerschulen und in ihren Gastfamilien auch die Kerngedanken einer UNESCO-Projektschule unmittelbar erleben.
Entsprechend unserem Anliegen, nicht allein kognitive Fähigkeiten und fachliches Wissen zu vermitteln, verfügt unsere Schule über eine sehr gute Ausstattung im Bereich Kunst, Werken und Technik.
Um auch einer gesundheitsbewussten Erziehung gerecht zu werden, stehen uns mehrere Sporthallen und Sportplätze zur Verfügung, die neben dem Unterricht auch für die AGs im Ganztag genutzt werden. Durch eine Kooperation mit dem KMTV sowie Mitarbeiter vom LSV und der Stadt können wir ein breitgefächertes und hochwertiges Sportangebot bereitstellen. Die jährlichen Sportfeste für die einzelnen Jahrgänge, wie etwa die Athlympics, gehören ebenso wie die jährliche Teilnahme am Laufabzeichen und an "Jugend trainiert für Olympia" fest in unseren Jahresplan und sind jedes Mal ein großes Fest für die Schülerinnen und Schüler. Diese Anerkennung sportlicher Leistungen setzt sich fort bis in die Oberstufe. Auch aus diesem Grund besteht eine Kooperation mit dem Olympiastützpunkt in Schilksee. Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe unterstützt die jungen Sportler, die dort trainieren und leben, als "Partnerschule des Leistungssports", indem auf Wettkämpfe und Termine Rücksicht genommen wird und indem die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer schulischen Laufbahn optimal begleitet und beraten werden. Ein weiterer fester Bestandteil des Schuljahres sind unsere jährlich wiederkehrenden Projekttage und Feste. So wird etwa jedes Jahr unser Kulturfest mit zahlreichen Aufführungen, musikalischen Beiträgen und einem selbstgestalteten Buffet gemeinsam von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und weiteren Mitarbeitern aus dem Ganztagsbereich ausgerichtet. Dabei steht es ganz im Sinne der UNESCO und macht die sonst implizit vermittelten Werte unmittelbar greifbar.
In der jährlichen Vorhabenwoche am Ende des Schuljahres befassen sich die Jahrgänge mit übergreifenden Themen (z. B. Berufsinformation im 11. oder Informationen zur UNESCO-Arbeit im 6. Jahrgang) oder führen geplante Fahrten durch. Für derartige Projekte steht uns ebenso wie für den normalen Unterricht eine gute Computerausstattung zur Verfügung. Ab der 5. Klasse werden PCs als notwendiges Hilfsmittel für den (Schul-)Alltag genutzt. Neben drei Computerräumen verfügen viele Klassenräume über einen PC mit Internetanschluss. Unser Ziel ist es, dass für die Kinder spätestens am Ende der 5. Klasse die Recherche im Internet genauso selbstverständlich ist wie der Griff zum Lexikon. Durch gezielte Förderung, wie etwa Extra-Kurse in einigen Klassen oder Angebote im Ganztagsbereich, erreichen wir zudem, dass auch Kinder, die ohne Vorkenntnisse zu uns kommen oder zu Hause nicht über einen Computer verfügen, sicher im Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm und dem "Handwerkszeug Computer" generell werden. Diese Grundlagen werden in den kommenden Schuljahren im Rahmen des regulären Unterrichts weiter ausgebaut und gefestigt. Daneben wird vor allem in Englisch und Mathematik auch gezielt Unterrichts-Software zur Übung und Festigung eingesetzt. In der Oberstufe schließt sich der Informatik-Unterricht an.

Schwerpunkte und Besonderheiten
Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe ist eine gebundene Ganztagsschule. Als solche garantieren wir eine sinnvolle Beschäftigung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler von Montag bis Donnerstag bis jeweils 15.30 Uhr. Dabei schließen sich für die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen an die sechs Unterrichtsstunden und die Mittagspause noch 90 Minuten AG-Zeit an. Die älteren Schülerinnen und Schüler haben zunehmend auch nachmittags Unterricht.
Im Ganztagsbereich stehen dabei vielfältige Angebote aus verschiedenen Bereichen zur Verfügung, wie etwa Sport, Musik, Theater, Kochen, Schach, Pflege des Schulgartens, Handarbeiten oder Arbeiten mit Ton. Daneben gibt es aber auch an jedem Tag Angebote zur Lernförderung, wie z.B. Hausaufgaben-betreuung, Leseförderung oder etwa "Mathe macht stark", sowie Angebote zur Berufsorientierung. Anbieter sind teils Lehrkräfte oder Schülerinnen und Schüler unserer Schule und deren Eltern, teils aber auch Externe, wie städtische Mitarbeiter und Kooperationspartner, wie z. B. der KMTV im Sportbereich. Die AGs im Ganztag sind ein fester Bestandteil unseres Schulalltags. Sie geben den Schülerinnen und Schülern nicht nur Gelegenheit ihren individuellen Interessen nachzugehen und sich ins Schulleben einzubringen, sie sind auch ein wichtiger Baustein zur Förderung des sozialen Miteinanders und des Verantwortungsbewusstseins der Jugendlichen. Auf diese Weise eröffnen sich für die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinausreichende Möglichkeiten, ihre Stärken zu erkennen und zu entwickeln. Daher ist die Teilnahme an den AGs im Ganztag montags, mittwochs und donnerstags für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 verpflichtend; für den 8. Jahrgang streben wir diese Verpflichtung ebenfalls an. Die Jugendlichen stellen sich zu Beginn eines Schulhalbjahres ihren Nachmittagsplan individuell zusammen (mit Ausnahme einiger Förder-Angebote, die von Eltern-Lehrerseite verpflichtend vorgegeben werden). Zur Teilnahme an den gewählten AGs sind sie dann für ein Halbjahr verpflichtet. Am Dienstag besteht verlässlich ein freiwilliges Angebot, das auch nur an einzelnen Terminen wahrgenommen werden kann.
Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung über den gesamten Tag sorgen dabei die von PariServe betriebene Mensa und Cafeteria. Jeden Mittag stehen für die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium zwei Gerichte, ein Salatbuffet und andere Snacks zur Auswahl.

Die Berufswahl und Berufsvorbereitung nehmen bei uns einen sehr großen Stellenwert ein, nicht zuletzt, weil wir Schule nicht als Selbstzweck, sondern immer als Vorbereitung auf das spätere Berufsleben verstehen, wobei wir diese Einsicht den Schülerinnen und Schülern bereits ab der 5. Klasse nach und nach zu vermitteln suchen, unabhängig davon, ob eine Ausbildung oder ein Studium angestrebt wird.
Mit Beginn der 7. Klasse setzt dann ganz gezielt unser Modulsystem zur Berufsfindung ein. Die Tutoren der entsprechenden Jahrgänge können dabei wie folgt wählen:

Projekte
(Jahrgänge)
Inhalte
Praktikum
(8, 9, 11)
Im 8. Jahrgang findet ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt. Dazu wird im Wirtschaftsunterricht die Unterrichtsreihe "Unternehmen in der Marktwirtschaft" durchgeführt. Ferner wird ein Tätigkeitsbericht angefertigt, welcher als Klassenarbeit zählt.
Im 9. Jahrgang findet ebenfalls ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt. Die Präsentation, in der die Schülerinnen und Schüler den Betrieb vorstellen, wird benotet.
Im 11. Jahrgang führen die Schüler/innen ein ein- bis zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum durch. Im Anschluss daran fertigen die Schüler/innen einen Bericht an, in dem sie ihre im Unterricht erworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse auf den Betrieb übertragen und ein selbst gewähltes Schwerpunktthema bearbeiten.
Träger/Kooperationspartner: Vossloh, Siemens, Volksbank, Gießerei Kiel, Technische Akademie Nord.
Werkstattunterricht
(8, 9)
Für unsere leistungsschwächeren Schüler und Schülerinnen wird der sog. "Werkstattunterricht" durchgeführt. Dieses geleitete Praktikum in handwerklichen Betätigungsfeldern findet in Kooperation mit der Handwerkskammer in Lübeck und der bfw -Unternehmen für Bildung- in Kiel statt. Die Schüler/innen erhalten nach einwöchiger Seminarteilnahme ein Zertifikat in den Bereichen: Metall-, Elektroinstallateur, Kfz-Handwerk, Tischler/innen, Friseur/innen. Zudem können Schülerinnen und Schüler mit einem voraussichtlichen Hauptschulabschluss am Kieler Anschlussmodell teilnehmen. Träger/Kooperationspartner: Bildung für Wirtschaft (bfw); Handwerkskammer Lübeck/Zweigstelle Mettenhof
Assessment-Center
(8. - 13. Jahrgang)
Für Schülergruppen im 9. Jahrgang führen wir eine Assessmentwoche unter der Leitung div. Versicherungsdienstleister und unseren Kooperationspartnern durch. Mit gezielten Testverfahren zur Auswahl von geeigneten Führungskräften simulieren externe Fachkräfte dieses Einstellungsverfahren. Die Teilnehmerzahl liegt bei vier bis zwölf Schüler/innen, außerdem nehmen noch einige Lehrkräfte bzw. Moderatoren teil. Jeder Kandidat/jede Kandidatin wird von mehreren Beobachtern beurteilt, wobei unterschiedliche Aufgaben erfüllt und Diskussionsbeiträge erbracht werden müssen. Einzelinterviews werden durchgeführt. Die Reflexion erfolgt in einem Abschlussgespräch.
Im 8. Jahrgang beschränkt sich die Assessmentwoche in Kombination mit dem Fach Deutsch auf die Bereiche Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch.
Ein verbindlicher Termin bei der NordJob rundet diesen Baustein ab.
Ab diesem Schuljahr führen wir im 13. Jahrgang erstmals ein Assessmentverfahren durch. Im 12. Jahrgang findet durch einen externen Coach eine dreistündige Veranstaltung zur Stärken- und Schwächenanalyse statt.
Träger/Kooperationspartner: DAK, Barmer, TASTE-MINT (CAU); JAW
Berufsbörse
(9)
Für Schülergruppen im 9. Jahrgang führen wir eine Assessmentwoche unter der Leitung div. Versicherungsdienstleister und unseren Kooperationspartnern durch. Mit gezielten Testverfahren zur Auswahl von geeigneten Führungskräften simulieren externe Fachkräfte dieses Einstellungsverfahren. Die Teilnehmerzahl liegt bei vier bis zwölf Schüler/innen, außerdem nehmen noch einige Lehrkräfte bzw. Moderatoren teil. Jeder Kandidat/jede Kandidatin wird von mehreren Beobachtern beurteilt, wobei unterschiedliche Aufgaben erfüllt und Diskussionsbeiträge erbracht werden müssen. Einzelinterviews werden durchgeführt. Die Reflexion erfolgt in einem Abschlussgespräch.
Im 8. Jahrgang beschränkt sich die Assessmentwoche in Kombination mit dem Fach Deutsch auf die Bereiche Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch.
Ein verbindlicher Termin bei der NordJob rundet diesen Baustein ab.
Ab diesem Schuljahr führen wir im 13. Jahrgang erstmals ein Assessmentverfahren durch. Im 12. Jahrgang findet durch einen externen Coach eine dreistündige Veranstaltung zur Stärken- und Schwächenanalyse statt.
Träger/Kooperationspartner: DAK, Barmer, TASTE-MINT (CAU); JAW
Nordjob
(9, 12)
Die Schüler/innen der Jahrgänge 9 und 12 nehmen an der Nordjob teil. Es findet eine Einführung an der IGF statt.
Träger/Kooperationspartner: Institut für Qualitätsmanagement
Patenschaft/
Patenmodell
(5-x)
Einige Schüler/innen haben Paten, die sich in regelmäßig stattfindenden Treffen um die Belange dieser Schüler/innen kümmern (Berufsfindung, Unterstützung bei den Hausaufgaben usw.). Neu sind in der Oberstufe die sogenannten Studienpaten, die die Schüler bei der Studienwahl beraten.
Wir möchten unser Patensystem weiter ausbauen und suchen Paten, die Kinder und Jugendliche als Lesepaten, Ordnungspaten, Mathe- und Englischpaten ober als Paten im Bereich der Berufsorientierung (Hilfe beim Bewerbungsschreiben, Suche eines Praktikumsplatzes etc.) unterstützen. Die Patenschaften sind individuell und auf das jeweilige Kind abgestimmt. In der Regel treffen sich die Paten mit ihrem Patenkind einmal pro Woche.
Die Talentschmiede rundet den Bereich Übergang-Schule-Beruf ab.
Mädchen in
technische Berufe
(10, 11)
Mädchen in technische Berufen/abschlussqualifizierende Maßnahmen in den MINT-Fächern.
Die Kooperation zwischen Schule, Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit soll das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft verändern, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft gewinnen. Das Projekt ist Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung". Leistungsstarke Schülerinnen nehmen an dieser ganzjährigen Qualifizierungsmaßnahme teil, deren Abschluss ein Besuch der Hannover-Messe bildet.
Träger: TASTE-MINT (in Kooperation mit der CAU)
Berufswahlpass & Berufsberatung
(ab Klasse 5)
Wahlweise ab Klasse 6 oder 7 fangen wir wieder an, den Berufswahlpass einzusetzen. Im Rahmen des Kieler Anschlussmodels, an dem wir seit August teilnehmen, arbeitet der 9. Jahrgang mit dem Berufswahlpass.
Im 9. und 10. Jahrgang sowie in der Oberstufe finden Beratungsgespräche mit SchülerInnen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der IGF statt. In der Sekundarstufe I einmal pro Monat, in der Oberstufe nach Bedarf.
Träger/Kooperationspartner: IQSH
Berufsbörse
(11)
Es findet eine einwöchige Berufsbörse in der Schule statt – dies ist geplant mit der FH sowie Firmen, die Ausbildungsplätze für Abiturienten und für Schulabgänger mit einer Fachhochschulreife anbieten. An dieser Veranstaltung nehmen auch unsere Kooperationspartner teil.
Träger/Kooperationspartner: Vossloh, Siemens, Volksbank, Gießerei Kiel, Technische Akademie Nord.
Kooperationen (Sek I und Sek II) Die Integrierte Gesamtschule Friedrichsort hat Kooperationsverträge mit der Siemens AG, der Volksbank e.G., der Gießerei Kiel, Vossloh Locomotives und der technischen Akademie Nord abgeschlossen.
Im Rahmen der Kooperationsverträge werden unterschiedliche Projekte durchgeführt. Dies sind u.a.:
Lernplanbezogene fachliche Informationen durch Referenten
Bewerbungstraining
Vorstellung von Berufen
Gegenseitige Hospitationen
Teilnahme an der Berufsbörse und am Berufsfindungstag
Unterstützung des Faches Technik
Seit 1988 ist die Gemeinschaftsschule Friedrichsort anerkannte UNESCO-Projektschule und damit eine von den neun UNESCO-Projektschulen in Schleswig-Holstein. Wir verstehen dies als wichtige Aufgabe unserer Schule, die Ziele der UNESCO – die Einhaltung der Menschenrechte, die Akzeptanz des "Anderssein der Anderen", den Schutz und die Bewahrung der Umwelt sowie die Schaffung eines gerechten Ausgleiches zwischen Arm und Reich – aktiv zu unterstützen. Die UNESCO-Arbeit hat dabei für alle Lehrkräfte und Mitarbeiter ebenso wie für die Schülerinnen und Schüler einen verpflichtenden Charakter. In jedem Schuljahr wird ein für alle verbindliches Schwerpunktthema festgelegt, das sowohl im Fachunterricht als auch in verschiedenen außerunterrichtlichen Aktivitäten umgesetzt wird.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten, wie Fortbildungsveranstaltungen und Schülerprojekte oder die Durchführung des alljährlichen Kulturfestes und schließlich die Teilnahme am Internationalen Projekttag der Solidarität. Im Rahmen eines dieser Projekttage ist zum Beispiel ein UNESCO-Song entstanden, der inzwischen weit über unsere eigene Schule hinaus bekannt ist. Mit den Einnahmen aus diesen unterschiedlichen Aktivitäten unterstützen wir verschiedene Einrichtungen und Projekte, die sich für Kinder in aller Welt einsetzen.
Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe ist die einzige weiterführende Schule in Kiel, die nördlich vom Kanal liegt. Aus dieser besonderen Position heraus verstehen wir uns auch als Stadtteilschule. Zum einen pflegen wir daher einen intensiven Austausch mit den Grundschulen in unserem Einzugsbereich. Zum anderen versuchen wir, uns intensiv in das Leben und die Arbeit der Menschen, die hier leben, einzubringen. Das geschieht zum Beispiel in der Kooperation mit der SV Friedrichsort oder der Zusammenarbeit mit der Polizei im Stadtteil, daneben in der Mitarbeit im Ortsbeirat und der Stadtteilkonferenz sowie in der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zum Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit.
Über die Beziehungen zur lokalen Wirtschaft, wie etwa der Partnerschaft mit der Gießerei Kiel, Vossloh, der TA-Nord und der Verbindung zum Handels- und Gewerbeverein, ist es uns darüber hinaus möglich, die Schülerinnen und Schüler bei der Suche von Praktikums- und Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Nicht zuletzt über das Kulturfest oder andere Veranstaltungen, bei denen wir die Schule in besonderer Weise nach außen öffnen und zu uns einladen, erleben die Jugendlichen unmittelbar die Eingebundenheit in ihre direkte Umwelt und erfahren, dass sie diese aktiv mitgestalten können.

Schulentwicklung
Wir haben begonnen, uns zur "UNESCO-Schule an der Ostsee" zu entwickeln. Das bedeutet für uns, dass wir zum einen mit dem Erhalt der je vierstündigen Fächer Weltkunde und Wirtschaftslehre in der Sekundarstufe I und dem gesellschaftswissenschaftlichen Profil in der Oberstufe das Thema "Die Ostsee als Kulturraum" als einen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen.
Zum anderen bedeutet es, dass wir mit der Erweiterung des Faches Nawi in der Sekundarstufe I und dem naturwissenschaftlichen Profil in der Oberstufe das Thema "Die Ostsee als Naturraum" als einen zweiten Schwerpunkt unserer Arbeit vertiefen. In diesem Kontext werden wir auch unsere Mitarbeit in den Programmen Baltic Sea Project (regionales UNESCO-Programm aller neuen Ostseeanrainer) und NaT-Working. Im Rahmen dieses Programms der Robert Bosch Stiftung soll über persönliche Partnerschaften zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaftlern, Lehrkräften und Schülern sowie über Aktivitäten wie Praktika, Sommerschulen und Schülerkongresse in besonderem Maße die Neugier der Jugendlichen für Naturwissenschaften und Technik geweckt werden.
Schließlich bleibt mit den Fächern Werken, Kunst, Gestalten und Technik in der Sekundarstufe I der künstlerisch-ästhetische Anspruch unserer Schule erhalten, der sich inzwischen in der Oberstufe mit dem neu eingerichteten, dritten Profil "Ästhetik" fortsetzt.
Auch als Gemeinschaftsschule wollen wir jedoch unsere Tradition als integrierte Gesamtschule erhalten, sie erneuern und ausbauen. Dafür arbeiten wir an den folgenden Schwerpunkten:
Um im Rahmen unserer naturwissenschaftlichen Ausrichtung und der Mitarbeit bei NaT-Working Jugendliche mit besonderen Begabungen in diesem Bereich fördern zu können, streben wir an, ab dem 8. Jahrgang naturwissenschaftliche Forschungskurse als Zusatzangebot einzurichten, die unter anderem gezielt auf die Teilnahme an Wettbewerben wie "Jugend forscht" vorbereiten sollen.
Am 10.02.2011 wurde die Gemeinschaftsschule Friedrichsort mit gymnasialer Oberstufe bei einem Festakt im Landeshaus in die Gruppe der "Starken Schulen" (Deutschlands bester Schulen, die zur Ausbildungsreife führen) aufgenommen. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Es ist das ehrgeizige Ziel der Schule, jede Schülerin und jeden Schüler entweder mit einem qualifizierten Abschluss zu entlassen oder dafür zu sorgen, dass eine Anschlussausbildung gesichert ist. Wir wollen die Chancen für jeden optimieren.
Um das soziale Miteinander und das Verantwortungsbewusstsein weiter zu stärken, wollen wir im Zuge der Erneuerung der Ganztag-Gestaltung die schon bestehenden Ansätze der Mitgestaltung der Schule durch die Jugendlichen weiter ausbauen und dieses Engagement der Schüler für ihre Schule durch Zertifikate würdigen.
Zum Miteinander an der Schule gehört für uns auch die feste Einbindung der Eltern in das Schulleben. Daher wollen wir die Eltern noch stärker als bisher in alle Bereiche des Schullebens, seine Veränderungen und täglichen Fragen einbinden. Gegenseitige Information und Respekt vor der Meinung des anderen sehen wir dabei als wesentliche Basis, um unsere pädagogischen Ziele gemeinsam zu erreichen.
Auch die Arbeit der SV und die allgemeine Beteiligung der Schülerinnen und Schüler wollen wir stärker als bisher unterstützen. Über diese mündige Mitwirkung können am Ende der Schulzeit starke Erwachsene hervorgehen, die für sich und die Gesellschaft verantwortlich handeln.

Schlusswort
Das hier entworfene und von der Schulkonferenz am 26.09.2011 beschlossene Schulprogramm verstehen wir sowohl als Sicherung dessen, was wir bisher erreicht haben, als auch als Grundlage für unsere weitere Arbeit und die Weiterentwicklung unserer Schule in den kommenden Jahren.
Zudem sehen wir es als ein offenes Konzept, das der permanenten Mitbestimmung und Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Lehrkräfte bedarf, um die an uns selbst gestellten Ansprüche umsetzen und kommenden Aufgaben anpassen zu können.
(Ursprüngliche Fassung am 31.10.2008 von der Schulkonferenz beschlossen; überarbeite Fassung vom 01.08.2011)

Schulordnung & Handyregeln

in der Fassung der Schulkonferenz vom 4. Oktober 2010

Leitmotiv:
Als UNESCO-Projektschule soll die Gemeinschaftsschule Friedrichsort ein Ort sein, an dem sich jeder wohlfühlen kann und an dem das Zusammenleben und die Zusammenarbeit der SchülerInnen, LehrerInnen und MitarbeiterInnen verschiedener Altersstufen und vielfältiger sozialer und kultureller Herkunft möglich ist.
SchülerInnen setzen sich für die Gemeinschaft ein, z.B. durch Patenschaften, Sanitätsdienst, Schülervertretung. Wir pflegen den gegenseitigen Respekt und die Rücksichtnahme gegenüber unseren LehrerInnen, MitschülerInnen und MitarbeiterInnen und zeigen gutes Benehmen.
Jede/Jeder hat sich so zu verhalten, dass alle anderen sich wohlfühlen und in Ruhe lernen und arbeiten können. SchülerInnen lernen im eigenen Interesse für den eigenen Erfolg. Lehrer/innen unterstützen sie engagiert in ihrem Bemühen um Lernzuwachs, behandeln sie fair und gerecht und sind ein gutes Vorbild.

Wir wollen: Wir wollen kein(e):
F
R
I
E
D
E
N
reundlichkeit
espekt
ntegration
ntgegenkommen
emokratie
rmutigung
eutralität
G
E
W
A
L
T
leichgültigkeit
rpressung
egschauen
usgrenzung
ügen
raurigkeit
Als Schule des Friedens nach dem Verständnis der UNESCO lehnen wir jede Form der Gewalt entschieden ab. Als UNESCO-Projekt-Schule soll die IGF ein Ort sein, an dem die Lernenden sowohl durch das Bildungsangebot als auch durch die Atmosphäre der Schule erfahren sollen, dass sie in dieser Welt nur als Teil einer internationalen Gemeinschaft leben und überleben können.

Nicht erlaubt sind:
Rauchen, Alkohol, Drogen und Waffen
Bemalen und Beschädigung der Räume und des Schulmobiliars sowie Bemalen des Schulgebäudes
Verlassen des Schulgeländes während der Schulzeit ohne Genehmigung (bis zur 10. Klassenstufe)
Inbetriebnahme von Handys (durch SchülerInnen) und Verwendung von virtuellen Spielgeräten
Verwendung von Musikwiedergabegeräten mit Kopfhörern während des Unterrichts
das beabsichtigt unumsichtige Rennen und Toben sowie Ballspielen im Schulgebäude
das Roller- und Skateboardfahren im Schulgebäude und außerhalb der ausgewiesenen Flächen
Kaugummikauen auf dem Schulgelände und im Schulgebäude

Außerdem gilt Folgendes:
Der Unterricht wird regelmäßig und pünktlich besucht
Hausaufgaben werden zuverlässig angefertigt
Unterrichtsmaterialien liegen stets vor
Wir halten die Schule und die Umwelt sauber und achten fremdes Eigentum
Anweisungen von Lehrkräften werden unmittelbar befolgt
Es gelten die in den entsprechenden Bereichen ausgehängten Regeln

Dies vereinbaren wir gemeinsam und verbindlich!

Schulordnung als PDF
Handyregeln als PDF

Ausbildungskonzept der Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe Friedrichsort (vormals IGF)

Die Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ist geregelt durch die APO II (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Lehrkräfte II) vom Juni 2011 und durch die vom Ministerium für Bildung und Kultur erlassenen Ausbildungsstandards (siehe "Der Vorbereitungsdienst in Schleswig-Holstein", hrsg. vom IQSH, Mai bzw. August 2011, S. 12 – 15 bzw. S. 7 - 8).

Das vorliegende Ausbildungskonzept dient der Ergänzung und Spezifizierung im Hinblick auf die Besonderheiten der Schule als Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe und auf ihr Schulprogramm.

I. Ausbildungsmöglichkeiten

Grundsätzlich kann in allen drei Schularten des gegliederten Schulsystems und in allen Fächern durch qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet werden.

II. Kooperation mit anderen Schulen

Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort ist als Ausbildungsschule offen für die Zusammenarbeit mit anderen Schulen. Im Allgemeinen ist die Kooperation von den Lehrkräften i. V. bzw. ihren Mentorinnen und Mentoren selbstständig zu regeln. Die Einrichtung von Netzwerkstunden ist grundsätzlich möglich. Für Lehrkräfte i. V. im Bereich der Grund- und Hauptschule findet die Ausbildung in Kooperation mit der benachbarten Fritz-Reuter-Grundschule statt.

III: Grundsätze der schulinternen Ausbildung

A. Einsatz:
Lehrkräfte i. V. werden im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten als vollwertige Lehrkräfte mit allen Rechten und Pflichten betrachtet. Sie werden auch eingesetzt für Aufsichten, Frühaufsichten, bei Schulfeiern, Projekttagen und -wochen entsprechend ihrer Wochenstundenzahl, darüber hinaus auch bei Wandertagen, Klassen- und Kursfahrten sowie gegebenenfalls als Mitglieder in einem Klassenleitungsteam, jedoch nicht als alleinige Klassenleitungen. Die Teilnahme an Elternabenden und Elternsprechtagen ist verpflichtend.

Für Lehrkräfte i. V. im Grund- und Hauptschulbereich kann der Einsatz auch in der Klassenstufe 10 erfolgen.
Die Lehrkräfte i. V. sollen durch den Einsatz in Prüfungen Erfahrungen sammeln.
Als fachspezifisch gilt für Lehrkräfte i. V. der Fächer Erdkunde und Geschichte der Einsatz im Fach Weltkunde in den Klassenstufen 5 bis 10,
für Lehrkräfte i. V. der Fächer Biologie, Chemie, Physik der Einsatz im Fach Naturwissenschaften in den Klassenstufen 5 bis 7,
für Lehrkräfte i. V. im Fach Wirtschaft/Politik der Einsatz im Fach Wirtschaftslehre in den Klassenstufen 7 bis 10.

B. Organisation: Hospitationen und Besprechungsstunden
Die Ausbildungslehrkräfte führen mindestens am Beginn der Ausbildung und nach sechs Monaten Orientierungsgespräche mit der Lehrkraft i. V. über Stand und Gestaltung der Ausbildung. Die Stundenpläne der Lehrkräfte i. V. und ihrer Mentorinnen und Mentoren sind so abgestimmt, dass gegenseitige Hospitationen in einigen Stunden möglich sind; zusätzlich soll eine wöchentliche Besprechungsstunde ausgewiesen werden. Nach Absprache sollen Hospitationen auch bei anderen Lehrkräften der Schule möglich sein. Neben den Unterrichtsbesuchen der Mentorin bzw. des Mentors werden die Lehrkräfte i. V. nach Bedarf, mindestens aber einmal pro Halbjahr durch den Schulleiter oder ein von ihm beauftragtes Mitglied der Schulleitung in ihrem Unterricht besucht.
Diese Stunden sind von den Lehrkräften i. V. mit einem schriftlichen Unterrichtsentwurf vorzubereiten und werden anschließend im gemeinsamen Gespräch ausgewertet. Bei Studienleiter-Besuchen sind die Mentorinnen bzw. Mentoren und gegebenenfalls die Koordinatorin anwesend.

C. Ausbildungslehrkräfte und Koordinator/in
Mit der Leitung der Ausbildung ist die Koordinatorin beauftragt. Die pädagogische, fachdidaktische und methodische Anleitung der Lehrkräfte i. V. erfolgt durch die Mentorinnen und Mentoren. Sie werden durch die Koordinatorin unterstützt. Sie führt am Anfang der Ausbildungszeit mit den Lehrkräften i. V. ein Gespräch zur Einführung in das Konzept der Ausbildung und in die organisatorischen Abläufe an der Schule.
Des Weiteren steht die Koordinatorin als Ansprechpartnerin für alle schulischen Fragen und Ausbildungsfragen zur Verfügung. Für die Lehrkräfte i. V. wird eine feste Wochenstunde (interne Netzwerkstunde) für Besprechungen und gegenseitige Unterrichtsbesuche eingerichtet.

D. Schulspezifische Ausbildungsinhalte
Ein Schwerpunkt der Ausbildung an der Gemeinschaftsschule Friedrichsort liegt im Umgang mit heterogenen Lerngruppen. Die Lehrkräfte i. V. sollen eingeführt werden in die Praxis der Binnendifferenzierung und weitere Möglichkeiten der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern, entsprechend dem Schulprogramm besonders auch in die Nutzung von Formen und Methoden des selbstständigen Lernens und Arbeitens der Schülerinnen und Schüler, zum Beispiel Projektunterricht, Wochenplanarbeit, Teamarbeit. Erwünscht ist darüber hinaus die Mitarbeit der Lehrkräfte i. V. je nach Fächern und persönlicher Neigung in anderen Schwerpunktbereichen der Schule, zum Beispiel dem Ganztagsbetrieb, der Berufsvorbereitung, der Unesco-Arbeit, der Weiterentwicklung der Profile, der Arbeit mit Computern und allgemein der Weiterentwicklung des Schulprogramms.

E. Lehrkräfte i. V. und das Kollegium
Das Kollegium unterstützt die Lehrkräfte i. V. durch allgemeine Hilfestellung, gegebenenfalls Bereitschaft zu Hospitationen (siehe oben III, B) und besonders durch intensive Einbindung in die Fach- und Jahrgangsfachgruppen. Der Austausch mit den Lehrkräften i. V. wird als wichtiger Impuls für die Schulentwicklung betrachtet.

IV. Das vorliegende Ausbildungskonzept versteht sich als offenes Konzept, das fortgeschrieben werden soll.

(Beschluss der Lehrerkonferenz am 28.02.2012)