Das Fach Chemie wird an unserer Schule ab der 8. Klasse unterrichtet. Wir befassen uns im Unterricht mit den Stoffen und Stoffgemischen, die uns umgeben. Es werden Stoffe im Hinblick auf ihre Eigenschaften untersucht und Verfahren zur Trennung von Stoffgemischen angewandt. Im weiteren Verlauf des Unterrichtsgangs folgt die Beschäftigung mit Fragen wie diesen: Wie und warum verändern sich Stoffe? Wie lässt sich erklären, dass bestimmte Stoffe so „bereitwillig“ mit anderen zu neuen Stoffen reagieren?
Um diese Fragen beantworten zu können ist ein Wechsel der Betrachtungsebene notwendig: Wir verlassen die Stoffebene um auf der modellhaften Teilchenebene nach Erklärungen zu suchen (s. Abb.).

Neue Atommodelle müssen her, denn bald erweist sich das Teilchenmodell (bekannt aus dem Nawi-Unterricht) als nicht mehr tragfähig. Mit dem Schalen- bzw. Energiestufen- Modell lassen sich unterschiedliche Arten chemischen Bindungen bzw. Anziehungskräfte schlüssig erklären. Die verschiedenen Bindungsarten und Wechselwirkungen ziehen sich auch durch den Unterricht der nachfolgenden Jahrgänge. Dabei wird stets eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen hergestellt: Ein Phänomen der stofflichen Welt wird zunächst auf der Stoffebene genau untersucht, dann durch Modelle auf der Teilchenebene erklärt und schließlich auf der Symbolebene auf das Wesentliche reduziert dargestellt. Umgekehrt sind Modelle der Teilchenebene auch in der Lage Phänomene der Stoffebene (z.B. Stoffeigenschaften, Reaktionsverhalten eines Stoffes) präzise vorherzusagen.

