Stadiontag bei Holstein Kiel

3 Dezember 2021, 7:49 am
Publiziert in Aktuelle Nachrichten
Gelesen 140 mal

 

Remember why you started hängt als Wandgrafitti groß im Aufgang zu den Kabinen der Profimannschaft des Holstein Kiel. Remember why you started – würde auch als Motto des Stadiontages Arena4You vom Holstein Kiel am 16. November 2021 passen. Zahlreiche Unternehmen, die mit und rund um die Mannschaft von Holstein Kiel arbeiten, boten Einblicke in verschiedene dort anzutreffende Ausbildungsberufe für Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs (letzte Woche: 9. Jahrgang).

Zunächst wurde dann aber doch geklärt, wer eigentlich echter Fan ist und wer doch eher andere Mannschaften anfeuert. Ein heiteres Beruferaten folgte, das die ersten Einblicke in die Bereiche

  • Schutz und Sicherheit (z.B. Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Polizei, usw.)
  • Gastronomie (Köchin/Koch, Servicekraft, Restaurantfachleute usw.)
  • Kaufmännische Berufe (Bürokaufleute, Sport- und Fitnesskaufleute, Einzelhandel usw.)
  • Handwerk, Technik (ElektronikerInnen, TischlerInnen usw.)
  • Soziales (FSJ, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen usw.)
  • Sport- und Gesundheit (PhysiotherapeutInnen, SanitäterInnen, usw.)

bot.

 

Während der Führung durch das Holsteinstadion wurden immer wieder auf diese Berufsgruppen und ihre praktischen Einsatzorte verwiesen. Nebst der Vorstellung eher unbekannter Berufe wie z.B. des Fanbetreuers (Schnittstelle Verein, Polizei, Fans) gab es auch Erheiterndes und Wissenswertes um die Heimmannschaft und das Stadion. Wusstest du, dass die Heimkabine nicht größer ist als unsere Sporthallenumkleiden? Oder dass der Rasen zu 20% aus Kunstrasen besteht? Der Raum, in dem sich Spieler und Fernsehteams treffen, heißt Mixed Zone und das Stadion ist so mit Kameras ausgestattet, dass ein Flitzer schon identifiziert ist, bevor er auf dem Platz angekommen ist. Der Pressekonferenzraum ist eher ein Schuhkarton und der Rasen gewölbt, so dass der Regen besser abfließen kann und die Kamerateams hängen z.T. in schwindelerregender Höhe in einem Gerüst über den Rängen.

Nach einer kurzen Pause stellten sich Auszubildene verschiedener Lehrjahre vor und beantworteten Fragen zu Gehalt, Arbeitszeiten, Motivation und Werdegang. Anschließend gingen die Schülerinnen und Schüler in Workshops der o.g. Bereiche und probierten sich praktisch und ausbildungsnah an den jeweiligen Bereichen. Hier war nicht nur Mathe gefragt, sondern auch korrektes verletzungsfreies Gurkenschnippeln, Rechtskunde beim Durchsuchen von Personen und ebendiese praktische Durchführung, Schaltpläne wurden ausprobiert und Koordinationsaufgaben gelöst. Die Entwicklung von Kleinkindern wurde erarbeitet, die Vorzüge verschiedener Kunstrasenangebote hautnah erprobt, es wurden Einblicke ins Rechnungswesen gegeben und Vergünstigungen bei Ticketvorbestellungen berechnet. In der ersten Phase blieben die Schüler und Schülerinnen bei den von ihnen gewählten Workshops, in der zweiten Phase durfte dann jeder in alle Bereiche hineinschnuppern. Insgesamt herrschten eine betriebsame Atmosphäre und ein reger Austausch mit den Lehrlingen und Vertretern der einzelnen Betriebe, den beiden Vertreterinnen des Arbeitsamtes, sowie den Verantwortlichen des Holstein Kiels.

Zum Schluss stand fest: In der eigenen Berufsfindung sollte, was die geeignete Berufswahl betrifft, auch immer ein Ausbildungsberuf als womöglich bereichernde Option bedacht werden. Wie es im Aufgang steht: “Remember why you started"