Aktuelle Nachrichten

Aktuelle Nachrichten

Wir zeigen Ihnen Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler aus dem Kunstunterricht.

Jeden Freitag hängen/ stehen/ liegen neue Arbeiten aus. Vom 14.01. bis 25.02. im Kulturladen Leuchtturm e.V.

15-18 Uhr

Herzlich Willkommen :)

Der Landessportverband, der Kieler Sportverband und die IGF haben sich zusammengesetzt und eine neuartige Kooperation vereinbart. Die SchülerInnen des Sportprofil des aktuellen 11. Jahrgangs werden die ersten Kieler SchülerInnen sein, die mit Erhalt ihres Abiturs im Fach Sport einen C-Übungsleiterschein erhalten, der sie qualifiziert im sportartübergreifenden Breitensport als lizensierte/r TrainerIn zu arbeiten.

Der Erhalt der Lizenz erfolgt begleitend zum Erwerb des Abiturs und im regulären Unterricht und wird sich wie ein roter Faden von Klasse 11 bis zum Abitur ziehen. Im Laufe der Oberstufe werden die SchülerInnen in vielfältigen Sportarten, über die Handhabung unterschiedlicher Zielgruppen und variablen Zielsetzungen geschult. Diese theoretischen Inhalte setzen sie in der Planung, Durchführung und Reflexion von Sportstunden regelmäßig praktisch um. Zusätzlich wird eine praktische Prüfung in Form einer Lehrprobe absolviert werden. Die vom LSV für den Erwerb des Trainerscheins verbindlichen Inhalte finden sich in den Inhalten des Profils wieder, das Spektrum an Sportarten und der sportwissenschaftliche Hintergrund wird im Profil sogar vielfach vertieft unterrichtet. Vereinsspezifische Inhalte werden durch den KSV an einem Fachtag von externen Ausbildern vermittelt.

 

Mit Erhalt ihres Trainerscheines sind die AbsolventInnen qualifiziert in Vereinen im Bereich des sportartübergreifenden Breitensports zu arbeiten. Dies heißt nicht nur, dass sie kostbare Erfahrungen im Anleiten von Gruppen sammeln, sondern auch, dass sie sich die Kosten für die Finanzierung eines Übungsleiter-/Trainerscheins sparen, dass sie den entsprechenden Stundensatz für qualifizierte TrainerInnen verlangen können und die Lizenz als Zusatzqualifikation im Lebenslauf angeben können.

 

Ansprechpartnerin für Fragen ist Frau Fox (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

Letzte Änderung am Dienstag, 18 Januar 2022 08:32

Zur Anmeldung für die Oberstufe nutzen Sie bitte die Formulare oder wenden sich direkt an Herrn Oddey: 0431 399023-16 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schüleraufnahmen für den 11. Jahrgang für das Schuljahr 2022 / 2023 Im nächsten Schuljahr besteht auch für externe Schüler*innen eine gute Möglichkeit, in den neuen elften Jahrgang unserer Oberstufe aufgenommen zu werden.

ZENTRALE INFOVERANSTALTUNGEN ZUM BESUCH UNSERER OBERSTUFE AM 17. FEBRUAR 2022 IGF-Schüler*innen des zehnten Jahrgangs: Die Schüler*innen unserer zehnten Klassen werden von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Raum 9 der Oberstufe über die formalen Voraussetzungen für den Übergang und die Oberstufenverordnung informiert.

 

Für IGF-Schüler*innen/ Eltern/ Freunde findet um 18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Profilfächern statt. Unsere Profilfachlehrkräfte und einige Profilfachschüler*innen aus der jetzigen Oberstufe berichten über ihr Profilfach (Biologie – Wirtschaft/Politik – Kunst – Sport). Die Teilnahme ist über jedes IGF-ISERV Account möglich.

Alle externen Interessierten können ein Beratungsgespräch mit Herrn Oddey vereinbaren (0431-39902316) oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Liebe Eltern, Willkommen auf unserer Infoseite zum zukünftigen 5. Jahrgang an der Gemeinschaftsschule Friedrichsort!

Leider müssen wir unseren für den 14.02.2022 geplanten Infoabend erneut ausfallen lassen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich auf dieser Seite umfassend über die IGF als neue Schule für Ihr Kind zu informieren.

Einen vertieften Einblick in unsere pädagogische Arbeit und warum die IGF auch für Ihr Kind genau die richtig Schule sein könnte, erhalten Sie in dieser Präsentation.

 

Einen ersten Eindruck können Sie sich über diesen kurzen Film verschaffen, der die IGF in Bildern zusammenfasst.

 

Diese Broschüren fassen die Vorzüge unserer Schule noch einmal übersichtlich zusammen.

 

Broschüre/ Film der Oberstufe:

 

Immer mittwochs findet zwischen 12.15 – 13.15 Uhr die offene Telefonsprechstunde der Stufenleitung 5-7 statt (Tel: 0431-3990 2313).

Klicken Sie hier, um direkt zu den Anmeldeunterlagen zu gelangen. Die Anmeldungen für das Schuljahr 2022/23 finden zwischen dem 21.02.2022 und dem 02.03.2022 statt. Die aktuelle Lage macht es erforderlich, dass Sie vorab einen persönlichen Termin unter den folgenden Telefonnummern vereinbaren:

0431 – 39902310 oder

0431 – 39902319

 

Hier finden Sie unseren Anmeldebogen und unsere Formulare zum Datenschutz und iServ.

 

Wir freuen uns auf Sie und viele interessante Gespräche!

 

Herzliche Grüße,

 

Sönke Strand

Stufenleiter 5-7

 

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 18 Januar 2022 09:25

 

Remember why you started hängt als Wandgrafitti groß im Aufgang zu den Kabinen der Profimannschaft des Holstein Kiel. Remember why you started – würde auch als Motto des Stadiontages Arena4You vom Holstein Kiel am 16. November 2021 passen. Zahlreiche Unternehmen, die mit und rund um die Mannschaft von Holstein Kiel arbeiten, boten Einblicke in verschiedene dort anzutreffende Ausbildungsberufe für Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs (letzte Woche: 9. Jahrgang).

Zunächst wurde dann aber doch geklärt, wer eigentlich echter Fan ist und wer doch eher andere Mannschaften anfeuert. Ein heiteres Beruferaten folgte, das die ersten Einblicke in die Bereiche

  • Schutz und Sicherheit (z.B. Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Polizei, usw.)
  • Gastronomie (Köchin/Koch, Servicekraft, Restaurantfachleute usw.)
  • Kaufmännische Berufe (Bürokaufleute, Sport- und Fitnesskaufleute, Einzelhandel usw.)
  • Handwerk, Technik (ElektronikerInnen, TischlerInnen usw.)
  • Soziales (FSJ, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen usw.)
  • Sport- und Gesundheit (PhysiotherapeutInnen, SanitäterInnen, usw.)

bot.

 

Während der Führung durch das Holsteinstadion wurden immer wieder auf diese Berufsgruppen und ihre praktischen Einsatzorte verwiesen. Nebst der Vorstellung eher unbekannter Berufe wie z.B. des Fanbetreuers (Schnittstelle Verein, Polizei, Fans) gab es auch Erheiterndes und Wissenswertes um die Heimmannschaft und das Stadion. Wusstest du, dass die Heimkabine nicht größer ist als unsere Sporthallenumkleiden? Oder dass der Rasen zu 20% aus Kunstrasen besteht? Der Raum, in dem sich Spieler und Fernsehteams treffen, heißt Mixed Zone und das Stadion ist so mit Kameras ausgestattet, dass ein Flitzer schon identifiziert ist, bevor er auf dem Platz angekommen ist. Der Pressekonferenzraum ist eher ein Schuhkarton und der Rasen gewölbt, so dass der Regen besser abfließen kann und die Kamerateams hängen z.T. in schwindelerregender Höhe in einem Gerüst über den Rängen.

Nach einer kurzen Pause stellten sich Auszubildene verschiedener Lehrjahre vor und beantworteten Fragen zu Gehalt, Arbeitszeiten, Motivation und Werdegang. Anschließend gingen die Schülerinnen und Schüler in Workshops der o.g. Bereiche und probierten sich praktisch und ausbildungsnah an den jeweiligen Bereichen. Hier war nicht nur Mathe gefragt, sondern auch korrektes verletzungsfreies Gurkenschnippeln, Rechtskunde beim Durchsuchen von Personen und ebendiese praktische Durchführung, Schaltpläne wurden ausprobiert und Koordinationsaufgaben gelöst. Die Entwicklung von Kleinkindern wurde erarbeitet, die Vorzüge verschiedener Kunstrasenangebote hautnah erprobt, es wurden Einblicke ins Rechnungswesen gegeben und Vergünstigungen bei Ticketvorbestellungen berechnet. In der ersten Phase blieben die Schüler und Schülerinnen bei den von ihnen gewählten Workshops, in der zweiten Phase durfte dann jeder in alle Bereiche hineinschnuppern. Insgesamt herrschten eine betriebsame Atmosphäre und ein reger Austausch mit den Lehrlingen und Vertretern der einzelnen Betriebe, den beiden Vertreterinnen des Arbeitsamtes, sowie den Verantwortlichen des Holstein Kiels.

Zum Schluss stand fest: In der eigenen Berufsfindung sollte, was die geeignete Berufswahl betrifft, auch immer ein Ausbildungsberuf als womöglich bereichernde Option bedacht werden. Wie es im Aufgang steht: “Remember why you started"

Letzte Änderung am Freitag, 03 Dezember 2021 08:04

 

Schule ist mehr als nur Unterricht

Am 16.9. und 17.9. machte sich das Sportprofil von Herrn Quensell auf den Weg zu einer erlebnispädogigschen Kanutour. Gestartet wurde in Plön in vier Kanus mit der Überquerung des kleinen Plöner Sees. Die Schwentine hoch durch den Kronsee, den Fuhlensee und den Lanker See paddelnd, wurde es bei gelegtlichem Sturm und Regen abschnittsweise zu einer kleinen Abenteuerfahrt. Kekse, die nach der ersten Pause verputzt und Musik aus der Bluetooth-Box, die sicher in wasserfesten und schwimmenden Boxen verstaut worden waren, sorgten aber stets für gute Laune und förderten das Gruppengefüge. Nach 4:15 Stunden wurde der Campingplatz Kirchsee in Preetz erreicht. Im Anschluss an das Aufbauen der Zelte und das sich Wärmen unter der Dusche, war auf einmal auch die Sonne da! Beim abendlichen Grillen stellten sich plötzlich richtige „Urlaubs-Vibes“ ein, sodass die Stimmung herrlich gelockert war. Nach einer herbstlich frischen Nacht bei 15 Grad Celsius im Zelt, die mit mehrern Schlafsäcken und Decken aber auszuhalten war, gab es vom Campingsplatzbesitzer am Morgen frische Brötchen, bevor die Zelte abgebaut und wieder verstaut wurden. Die Kanus wurden beladen und sich auf den Weg die Schwentine hoch Richtung Raisdorf gemacht. „Vorm Rosensee müsst ihr raus. Dort werder ihr abgeholt“, wurde uns noch gesagt. Die Frage war: Wo genau? Den Rosenweg durchpaddelt, war sich Herr Quensell sicher: „Da um die Kurve noch. Da muss die Ausstiegsstelle sein.“ An der Ausstiegsstelle angekommen stellte sich aber heraus, dass wir zu weit gepaddelt waren und die Ausstiegsstelle verpasst hatten. Also wieder 20 Minuten zurück. An der dann richtigen Ausstiegsstelle angekommen war.

 

Seit zehn Jahren bietet die Gemeinschaftsschule Friedrichsort (IGF) ambitionierten Nachwuchsathletinnen und -athleten Unterricht, Leistungssporttraining und – über das Sportinternat Kiel-Schilksee sowie die Leistungszentren des THW Kiel in Altenholz und der KSV Holstein in Kiel-Projensdorf – Unterkunft an einem Ort an. Unter den besonderen Bedingungen kann sich der talentierte Nachwuchs dort ideal auf künftige Höchstleistungen vorbereiten, ohne eine fundierte Schulbildung zu vernachlässigen.

„Die Gemeinschaftsschule Friedrichsort ist heute DAS Aushängeschild in SchleswigHolstein für jugendliche Leistungssportlerinnen und Leistungssportler, die ihre sportliche Karriere und ihre schulische Laufbahn miteinander verknüpfen wollen. Durch das große Engagement aus der Politik konnte die Schaffung von zusätzlichen Stellen realisiert werden. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag für das zukünftige Funktionieren des Gesamtsystems von Schule und Leistungssport geschaffen“, so LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen. „Mein ausdrücklicher Dank gilt auch dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein und den beteiligten Vereinen und Verbänden, die das Projekt nachhaltig unterstützt haben.“

Die Liste der Abiturientinnen und Abiturienten, die an der „Partnerschule des Leistungssports“ den Grundstock für eine leistungssportliche Karriere gelegt haben, ist lang: Neben den aktuellen Medaillengewinnerinnen Susann Beucke (Abiturientin 2010, Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio im 49erFX) und Alica Stuhlemmer (Abiturientin 2018, Bronzemedaille in Tokio im Nacra 17) waren auch Fabian Graf (Abitur 2015, 49er Perspektivkader für die Olympischen Spiele 2024 in Paris) sowie Theres Dahnke (Abitur 2017, 470er Perspektivkader) während der Oberstufenzeit bis zum Abitur an der IGF. Auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Sportarten haben sportliche Erfolge zu verzeichnen: So wurde der Handballer Leon Ciudad-Benitez in diesem Jahr als Teil der 1. Herrenmannschaft des THW Kiel Deutscher Meister und Champions League-Sieger. Fußballer Noah Awuku schaffte mit Holstein Kiel fast den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Zudem haben viele Spieler mehrfach für deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaften gespielt. Waren es in den Anfängen noch wenige Sportlerinnen und Sportler, die mit Begleitung des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein (OSP HH/SH) mit viel Enthusiasmus starteten, so hat sich spätestens seit der Kooperation mit dem THW Kiel und Holstein Kiel eine weitere Entwicklung hin zur Einrichtung von sogenannten „Sportklassen“ ergeben. Petra Homeyer, die als Laufbahnberaterin und Internatsleiterin am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein die Koordination übernimmt, legt dabei Wert auf die Tatsache, dass die schulischen Leistungen eine Freistellung rechtfertigen müssen: „Die Schule sichert den Sportschülerinnen und Sportschülern im Rahmen ihrer Möglichkeiten Rücksichtnahme bei der Terminkoordination von Schule und Training/Wettkampf zu. Die Stundenplangestaltung wird dem Leistungssport angepasst und möglichst kompakt organisiert, ist aber variabel für einzelne Sportlerinnen und Sportler“. Wichtige Merkmale sind zudem ein „digitales Klassenzimmer“ sowie Stundenplanregulierungen, die entsprechende Trainingszeiten am Vormittag ermöglichen. Die Betreuung durch leistungssportaffine Lehrkräfte ergänzt das schulische Angebot.

Schulleiter Manfred Behrens ist stolz darauf, dass derzeit über 50 Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen - mit dem Ziel, nach der Fachhochschulreife oder dem Abitur den nächsten Schritt hin zum Spitzensport anzugehen.

 

Verantwortlich für diese Pressemitteilung: Stefan Arlt Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. Pressesprecher Tel.: 0431-6486-163 Mobil: 0151-1500 7831 E-Mail: stefan.arlt@lsv-sh.d

Hier geht es zum Artikel.

Alicia Stuhlemmer (Abitur 2018, Bronze im Nacra 17) und Susann Beucke (Silber im 49erFX)

 

https://www.germansailingteam.de/news/olympia/tokio-2020/empfang-der-medaillengewinner/

Letzte Änderung am Montag, 30 August 2021 14:57

Ein Hauch von Weltklasse an der IGF

An der Partnerschule des Leistungssports tummeln sich nicht nur

in der Schülerschaft, sondern auch im Lehrerkollegium

Hochleistungssportler

Üblicherweise werden an dieser Stelle Schülerinnen und Schüler porträtiert, die sich im

sportlichen Bereich besonders hervorgetan haben. Jedoch gibt es seit einiger Zeit auch unter

den Lehrern (ehemalige) Hochleistungssportler, die ein Interview verdienen. Ein Gespräch

mit Frau Rehberg (3000m Hindernis) und Herrn Quensell (Turnen).

Seit wann sind Sie an der IGF und mit welchem Umfang?

Rb: Ich bin seit dem 02.11.2020 mit einer halben Stelle an der IGF. Meine Fächer sind

Mathe und Sport, momentan übernehme ich Vertretungsaufgaben.

Qu: Ich bin nach meinem Referendariat am Gymnasium Altenholz vom 1.8.2016 bis

1.2.2018 und einem Jahr in Anstellung an der Gemeinschaftsschule Auenland im August

2018 an die IGF gekommen. Ich unterrichte seit diesem Zeitpunkt den vollen Stundenumfang

von 25 Stunden in der Woche in der Sek1 und in der Sek2.

In welcher Sportart sind/waren Sie aktiv und seit wann?

Rb: Ich war 10 Jahre lang als Läuferin aktiv. Meine Hauptdisziplin waren die 3000m

Hindernis.

Qu: Ich komme aus dem olympischen Geräteturnen.

An welchen Wettkämpfen haben Sie teilgenommen und was waren Ihre größten

Erfolge?

Rb: Ich war bei Deutschen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften sowie 2016

bei den Olympischen Spielen. Die Teilnahme 2016 war für mich als Sportlerin das Highlight.

Qu: Sowohl im Jugendbereich als auch im Männerbereich (ab 19) habe ich an zahlreichen

Wettkämpfen auf Landesebene und nationaler Ebene teilgenommen:

Im Jugendbereich an unzähligen Landesmeisterschaften und mehrfach an deutschen

Jugendmeisterschaften, im Männerbereich an den Deutschen Meisterschaften sowie in der

2. und 1.Liga gegen Turnprominente wie Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen.

Wie groß ist/war der Trainingsumfang pro Woche in der aktiven Zeit?

Rb: Ich habe phasenweise (in Trainingslagern) bis zu 14 Einheiten pro Woche absolviert. Zu

den Zeiten, in welchen ich in Kiel war und studiert habe, bin ich auf 8 - 10 Trainingseinheiten

pro Woche gekommen. Dabei bin ich 100 bis 150 Kilometer in der Woche gelaufen.

Qu: Begonnen hat es im Alter von 5,5 Jahren, während der Schule war der Trainingsumfang

dann 4 x drei Stunden, daraus wurden dann später in Richtung Oberstufe 5 x drei Stunden

an den Tagen Mo, Di, Do, Fr, Sa.

Hat sich das irgendwann geändert? (z.B. Studium, Referendariat, Job, Kinder, ...)?

Rb: Ja, der Trainingsumfang ist zu meiner aktiven Zeit relativ kontinuierlich gestiegen. Im

Laufsport muss zunächst eine Belastungsverträglichkeit aufgebaut werden, da Verletzungen

ansonsten unvermeidlich sind.

Qu: Im Studium passten sich die Trainingszeiten etwas an, sodass die Kerntrainingszeit 16-

19 Uhr etwas variabler gehandhabt wurde. Samstags war stets Training von 9:30-12:30 Uhr.

Gehen Sie Ihrem Sport zur Zeit noch wettkampfmäßig oder "nur" hobbymäßig nach?

Rb: Ich habe mein Trainingspensum Ende 2019 deutlich heruntergefahren, und übe den

Laufsport seit dem nur noch hobbymäßig aus. Als dann absehbar war, dass die Spiele

ausfallen werden, war ich erleichtert dass ich quasi "rechtzeitig" aufgehört habe.

Qu: Derzeit bin ich selber nur noch sporadisch in der Halle. Allerdings bin ich mit der

Kampfrichter-A-Lizenz immer noch bei Deutschen Meisterschaften und in den Ligen

unterwegs... jedoch jetzt als Kampfrichter.

Bedeutet Corona große Einschränkungen für Ihre Trainingsmöglichkeiten?

Rb: Ja, selbst jetzt, da ich keine großen Ambitionen mehr habe, sind die Auswirkungen

deutlich spürbar. Obwohl der Laufsport ja vermeintlich eine Individualsportart ist, profitieren

wird doch stark davon, nicht alleine zu trainieren. Die Trainingseinheiten, bei welchen wir mit

der gesamten Trainingsgruppe auf dem Sportplatz sind, fehlen einfach. Auch das Aufbringen

der Motivation fürs tägliche Training ist schwerer, wenn man nicht weiß wann der Zeitpunkt

kommen wird, an welchem der nächste (wenn auch kleine) Wettkampf anstehen wird.

Qu: Auch unsere Turnhalle war und ist wegen des Lockdowns geschlossen worden.

Wettkämpfe wurden verschoben und finden unter strengen Hygienemaßnahmen statt

(Körpertemperaturmessung beim Betreten der Halle, Abnehmen der Mund-Nasen-

Bedeckung nur am Gerät, als Kampfrichter ist stets eine solche Bedeckung zu tragen, ...).

(Hb: Ich habe ja auch Sport studiert und war überall eher so mittelmäßig. Allerdings

klagten Kommilitonen von mir, die ihren Sport auf Leistungsniveau betrieben hatten,

ab 30 häufig über körperliche Gebrechen, Stichwort Verschleiß in Knie, Rücken,

Fußgelenk...). Stellen Sie Ähnliches schon selbst fest?

Rb: Ich bin noch keine 30 ;). Ich hatte das Glück, kaum Verletzungsbeschwerden zu haben.

In den letzten Jahren habe ich trotzdem gemerkt, dass meine Achillessehnen sich allmählich

nicht mehr so schnell von Belastungsspitzen erholt haben. Durch regelmäßige

physiotherapeutische Behandlungen hatte ich das aber recht gut im Griff.

Qu: Man muss ehrlich sein und sagen, dass Leistungssport ab einem gewissen Grad immer

negative Auswirkungen auf Gelenke, Sehnen und Bänder hat. Entzündungen durch

Überlastungen gehörten zu meiner aktiven Zeit immer mal dazu. Allerdings ist das Turnen so

vielfältig, dass bei Schulterproblemen immer noch gut Boden und Sprung trainiert werden

konnte, oder, wenn das Fußgelenk einen Schlag abbekommen hatte, war immer noch das

Training an den Ringen, am Barren und am Reck möglich. Ein Glück hatte ich nie extrem

langwierige Verletzungen. Schäden, die mich jetzt einschränken, habe ich zum Glück auch

nicht.

Können Sie talentierten Schülern, die in ihrem Sport hoch hinaus möchten,Tipps

geben? Oder rückblickend Hinweise, was sie auf gar keinen Fall machen sollten?

Rb: Jede sportliche Laufbahn kann ganz unterschiedlich verlaufen. Allgemeingültige Tipps

sind da schwierig... In jedem Fall sollte man sich ein Umfeld schaffen, in welchem man sich

wohl fühlt und wo man Spaß hat an dem, was man tut. Ich habe mich damals dafür

entschieden, neben dem Sport ein Studium zu absolvieren und würde das auch wieder tun.

Qu: Was empfehlenswert neben einem unterstützenden Umfeld ist, ist das Setzen von

Prioritäten, eine gute Selbstorganisation und ein strukturierter Tagesablauf. Dann entwickeln

sich recht einfach Routinen.

Ein Statement über die IGF:

Rb: Mein erster Eindruck ist durchweg positiv.

Qu: bunt - abwechslungsreich - menschlich

Vielen Dank für das Gespräch! /Hb

 

Vor einigen Wochen waren sie nur mit Maske und ohne Namensnennung auf der Titelseite der Kieler Nachrichten zu sehen (wir berichteten). Jetzt sind sie enttarnt. Anton L. (12d der IGF), Jonas M. und Malte S. (beide 11b) geben uns ein Interview.

Welche Klasse segelt ihr und seit wann?

Anton: Ich segele seit letztem Jahr die Klasse Laser Radial.

Malte: Mit 8 habe ich im Optimist angefangen. Dann Laser 4.7,  danach Radial und jetzt fange ich Laser Standard an.

JONAS: Ich segele seit einem halben Jahr Laser Radial.  

 

Seit wann seid ihr Schüler der IGF? Habt ihr eventuell extra für den Segelsport die Schule gewechselt?

Anton: Ich bin seit letztem Schuljahr Schüler und bin aus Flensburg extra für den Segelsport ins Sportinternat im Olympiastützpunkt gezogen.

Malte: Ich bin jetzt erst dieses Jahr auf die IGF gewechselt, um mehr Zeit fürs Segeln zu haben.

JONAS: Ich bin seit diesem Schuljahr auf der IGF. Ich bin auch für den Segelsport auf diese Schule gewechselt.

 

Wie ist eure Wohnsituation? (z.B. Seglerinternat, Eltern, WG, ...). Hat dies Vor- oder Nachteile?

Anton: Ich wohne im Segelinternat im Olympiastützpunkt, dadurch habe ich den Vorteil, dass ich kurze Wege habe und die besten Trainingspartner habe, die es in Deutschland und zum Teil auf der Welt gibt. Auch kann ich die Infrastruktur nutzen. Wir haben zum Beispiel den Kraftraum mit einem exzellenten Sportcoach und Physiotherapeuten. 

Malte: Das Internatsleben ist für mich noch recht neu. Bis jetzt gefällt es mir gut, auch wenn es manchmal schwierig ist, sich selbst zu organisieren.

JONAS: Ich wohne in Schilksee im Segelinternat. Es gibt viele Vorteile, wie zum Beispiel, dass ich sehr viel Sport machen kann. Aber es gibt auch Nachteile, alleine zu wohnen, wie zum Beispiel, sich abends selbst Essen zu machen.

 

Wie groß ist der Trainingsumfang in der Woche?

Anton: Also, in einer normalen Schulwoche komme ich auf 3-4 Mal Segeln und zusätzlich 4-5 Mal Kraftraum. Während der Coronazeit sind die Kraftraumzeiten stark begrenzt,  daher trainieren wir dort momentan weniger.

 

Wie stark seid ihr auch am Wochenende in den Sport eingebunden?

Malte: Die Wochenenden verbringen wir in der Saison meist mit Regattasegeln. Jetzt außerhalb der Saison gibt es manchmal Trainingslager. Am Wochenende fahre ich sonst nach Hause.

JONAS: Ja, es sind im Schnitt 2 Wettkämpfe im Monat, zu denen man hinfährt. Die gehen übers Wochenende und manchmal auch in die Woche hinein.

 

(Wie) lässt sich der Sport mit den schulischen Verpflichtungen vereinbaren?

Anton: Beispielsweise durch das Sportinternat wird dies in Kooperation mit der IGF machbar. Da wir viel in der Schule fehlen, haben wir verpflichtend Nachhilfe im Fach Mathe und, falls wir es benötigen, auch in anderen Fächern.

Malte: Man kann nicht immer in der Schule anwesend sein, wodurch man recht viel Stoff verpasst. Um Glück wird von der Schule darauf Rücksicht genommen.

 

Was waren eure bisher größten Erfolge oder worauf seid ihr besonders stolz?

Anton: Besonders stolz bin auf den 3. Platz bei der diesjährigen Kieler Woche, besonders weil dieses Jahr wenige hochrangige Wettkämpfe stattfanden und daher auch die Olympische Spitze der Frauen in meiner Klasse gegen mich angetreten ist.  

JONAS: Dass ich im Opti zur Europameisterschaft in den Niederlanden fahren durfte, letztes Jahr auf den dritten Platz bei der Kieler Woche kam, und auf den dritten Platz,  den ich vor Kurzem in Zwenkau bei der deutschen Meisterschaft ersegeln konnte.

 

Gab es auch schon dunkle Tage? (Misserfolge, Verletzungen, Zweifel,...) 

Anton: Oft hatte man das Gefühl, man hätte nicht alles aus sich herausgeholt, beispielsweise war ich letzte Jahr bei der Europameisterschaft nach dem ersten goldfleet Tag (bestes Viertel) von 270 Startern auf dem 7. Platz und habe mich zu sehr unter Druck gesetzt. In Kombination mit ungünstigen Bedingungen wurde ich dann leider nur noch 23. Zwar war ich noch bester Deutscher, verpasste damit aber meine Bundeskaderqualifikation.

Malte: Misserfolge gehören zu jeden Sport. Ich hatte auch schon oft Misserfolge und Fehler in Regatten gemacht, aber nur so lernt man, auch wenn es manchmal sehr ärgerlich  ist.

 

Wie seht ihr euer Leben (im Gegensatz zu Schülern, die keinen Leistungssport betreiben) im Positiven und im Negativen?

Anton: Also, man muss auf viel verzichten, zum Beispiel verpasst man viele Partys, aber dafür freut man sich natürlich auf die wenigen dann noch mehr, jedoch sehe ich es sehr positiv. Durch den Sport lernte ich schon viel früher, mich selbst zu organisieren, schon mit 11 fuhr ihr alleine nach Italien und zog mit 15 von zuhause aus. Der größte Unterschied zu den meisten ist, dass man sehr viel von der Welt sieht und sich schon früh besser im Ausland verständigen kann.

Malte: Manchmal empfinde ich es als stressig, Schule und Segeln miteinander  zu verbinden. Man hat weniger Zeit für die Schule.

JONAS: Man hat nicht so viel Zeit, um sich mit Freunden zu treffen.

 

Seht ihr im Segelsport eure berufliche Zukunft? Habt ihr einen Plan B?

Anton: Ich denke, das Eine hilft dem Anderen. Durch den Leistungssport werde ich wohl in Kiel studieren können und werde Studium und Leistungssport verbinden und dann irgendwann dies beenden, um in ein normales Leben einzusteigen. 

Malte: Nein, dafür ist der Segelsport, denke ich, noch zu unpopulär. Mein Plan B ist, erstmal Abitur zu machen und dann wahrscheinlich in Richtung Technik zu gehen.

 

Wie habt ihr die diesjährige Kieler Woche empfunden?

Anton: Ich empfand es als große Errungenschaft, dass die Kieler Woche dieses Jahr stattfand, jedoch fand ich die Konzepte und Laufwege oftmals unsinnig und zu wenig durchdacht. 

Malte: Auf dem Wasser hat man keinen wirklichen Unterschied zu den früheren Kieler Wochen gemerkt. An Land war natürlich vor allem für mich das Maskentragen und die eingeschränkten Wege zwischen Boot und Umkleide belastend.

JONAS: Diese Kieler Woche war anders unter den Coronabedingungen und ich war nicht so bei der Sache und bin daher leider nicht so gut gesegelt…

 

Ein Statement über die IGF:

Anton: Hilft exzellent, um Schule und Leistungssport zu verbinden.

 

 

Vielen Dank für dieses Gespräch.

Wir drücken die Daumen für eure Zukunft im Segelsport!

Das Interview führte Hb.